Torbens Familie bestand zunächst aus seinem Papa Mathias und mir, seiner Mama Katja.

Wir kennen uns schon aus der Schulzeit und hatten uns einige Jahre aus den Augen verloren. Aber wie das Schicksal manchmal so spielt, fanden wir uns wieder und heirateten am 19. Mai 1995.

Im Juli, genauer am 25., 1998 kam seine Schwester Finja auf die Welt. Dieses herzgesunde Kind war Balsam für die Seelen von uns allen.

Finja selbst musste sehr schnell groß werden, so ist das wohl bei Geschwistern kranker Kinder, man kann sich als Eltern noch so viel Mühe geben, die richtige Balance findet man nie. Unsere Kinder haben sich oft gestritten und dann ging es auch „richtig zur Sache“, aber wenn Finja merkte, wie schlecht es Torben ging, tat sie alles für ihn. Eine Szene, die mir in bester Erinnerung blieb, spielte sich im Sommer 2004 vor unserer Haustür ab:

Es war warm und Finja fuhr Fahrrad, Torben war vor der Tür aber es ging ihm nicht sehr gut an diesem Tag, es war zu warm. Finja erzählte, das auf der Wiese am Ende unserer Strasse jede Menge Pusteblumen standen und Torben hätte so gerne eine zum wegpusten gehabt. Also fuhr sie los, pflückte Pusteblumen in ihren Fahrradkorb und „düste“ zurück, aber vor unsere Haustür angekommen waren natürlich keine Pusteblumen mehr da. Also die ganze Tour von vorne. Das ging sicher 4-5 mal so, bis Finja ihrem Bruder endlich eine einigermaßen intakte Pusteblume überreichen konnte. Damals wie auch heute steigen die Tränen in mir auf, wenn ich an diese Geschichte denke, unsere Kinder sind klasse!

Zwei, nicht nur für Torben, sondern auch für uns sehr wichtige Menschen waren/sind meine Eltern, Gerhard und Rosemarie, die bei uns im Haus wohnen. Ohne sie hätten wir vieles nicht geschafft, schon bei dem langen Krankenhausaufenthalt wären wir verhungert und hätten keine saubere Wäsche mehr besessen, wenn sie sich nicht gekümmert hätten. Dazu muss man sagen, zum Zeitpunkt von Torbens Geburt waren beide noch voll berufstätig.

In den ganzen Jahren haben Gerhard und Mimi uns sehr entlastet, ob sie uns mal einen Kinoabend oder ein verlängertes Wochenende  ermöglichten. Jeder einfach mal seinem Hobby nachgehen konnte oder sie mit jeweils einem der Kinder in den Urlaub fuhren.

Da sind dann noch Kay und Petra, mein Bruder und seine Frau, zu denen später (2001) die Zwillinge Jan und Lena  dazu kamen. Leider wohnen die vier weit weg, mal in Weilheim/Bayern, jetzt in Flensburg, aber gerade am Anfang sind Kay und Petra oft viele Kilometer gefahren, nur um am Bett eines sterbenden Kindes zu sitzen. Und wenn man sie braucht sind sie da!

Zudem hatte Torben noch Oma und Opa väterlicherseits, zu denen das Verhältnis weniger intensiv war; ist. Und noch eine Tante Andrea, die Torben in den letzten zwei Jahren zusätzlich zu ihren zwei Söhnen Aron und Amos, einmal in der Woche betreute. Dazu gehört Achim als Onkel. Einen Onkel Stefan mit Frau Ute und den Töchtern Julia und Denise dürfen wir nicht vergessen.

Ja, einen Ur-Opa hat Torben auch, der schweren Herzens von seinem Enkel Abschied nehmen musste.

Ganz wertvoll war Torben und ist uns ein noch sehr junger Mann, er heißt Norman (14) und ist unser Patenkind. Norman war schon als kleines Kind mit uns im Urlaub und oft auf Ausflügen dabei. Das änderte sich mit unseren Kindern nicht wesentlich und gerade in den letzten Jahren verging kein Sommerurlaub ohne ihn. Norman ging immer als drittes Kind bzw. großer Bruder mit durch. Er steht uns in seiner Trauer in nichts nach und besucht Torben regelmäßig auf unserem Balkon.

Super wichtig ist dann noch jemand, der bzw. die verwandtschaftlich nicht zu unserer Familie gehört, aber immer so dazu gezählt wird, weil sie uns, aber vor allem unseren Kindern extrem

am Herzen liegt; TANJA !!

 Tanja ging mit Mathias und  mir zur Schule und wir zwei sind seitdem sehr, sehr eng befreundet. Unsere Freundschaft überlebte die Trennung über viele Kilometer und auch so manche seltsame Männergeschichte (Anmerkung der Redaktion: Ich weiß gar nicht, was sie hier meint). Sie wurde am 13.04.1997, ein Jahr nachdem Torben in die Kinderklinik kam, in der St. Marien Kirche zu Lübeck Torbens Patentante. Und bei Tanja hatte er auch nicht das große Jungen-Problem, ihr zu zeigen wie gern er sie hatte. Im Januar 2005 übernahm Tanja dann auch die Patenschaft für Finja, das hatten wir uns so gewünscht und sie lehnte zum Glück auch nicht ab.

Tanja verdanken wir auch diese Homepage, es war ihre Idee und wir finden es war eine Gute. Eine dicke Umarmung für Dich!!!

Tanja lebt seit einigen Jahren mit ihrem Freund Georg in Berlin, schade wieder einer so weit weg. Aber seitdem auch ich den Vorteil des Internet begriffen habe, lesen wir fast täglich voneinander, ich möchte sie nicht missen.